#3 Meine Vorbereitung auf die EM in Split/CRO – Zweites Nationalmannschaftstrainingslager auf dem Herzogenhorn

1400 Höhenmeter, kein Mobilfunkempfang und (zumindest derzeitig) völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Willkommen auf dem Herzogenhorn!

Das zweite Trainingslager des „Team Future“ steht an. Eine Woche lang trainieren wie die Profis in den 90er Jahren, auch unter den selben Bedingungen – versteht sich 😉

Ich weiß, seit meinem letzten Blog, sind inzwischen wieder vier weitere Wochen ins Land gezogen, dafür entschuldige ich mich natürlich aufrichtig. 🙂  Nachdem ich auf dem Rabenberg aufgrund meiner Schulterverletzung noch nicht zu 100% trainieren konnte, bin ich inzwischen schon wieder etwas weiter. Die Schulter ist zwar noch nicht komplett schmerzfrei, aber ich konnte mir durch gezieltes Krafttraining sehr viel Stabilität antrainieren, welche mir auch das Training in höheren Lastbereichen ermöglicht.

Letzten Endes gelang es mir, trotz einem relativ späten Einstieg in das Techniktraining, vergangenen Samstag zum Bundesliga-Halbfinale in Speyer mit 154 kg im Reißen, eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen und das EM Ticket nach Split zu lösen. Ab jetzt also voller Fokus auf die EM😏

Jetzt ging es natürlich weiter.💪  Auf dem Herzogenhorn konnte ich weiter an meiner Technik arbeiten und die Maximalkraft ausprägen. Außerdem habe ich mich nach langer Zeit wieder am klassischen Stoßen probiert. Bis dato habe ich ja ausschließlich Standstoßen trainieren können, der aufmerksame Follower wird es ja sicher bemerkt haben. Die Trainingsbedingungen sind hier zwar nicht ganz so gut wie auf dem Rabenberg, weil Scheiben und Hanteln doch schon etwas in die Jahre gekommen sind, aber auch damit muss man als Profi zurechtkommen.

So viel dazu…

Eine absolute Besonderheit ist der Transport auf’s “Horn” (So nennt man diesen wunderbaren Ort umgangssprachlich). Da hier immer noch Ski Saison ist, würde man mit einem Auto nicht unbedingt weit kommen. Da muss dann schon einmal ein Pisten Bully mit Kabinenaufbau herhalten. Entgegen allen Skifahrern,  geht es dann den Berg hoch, direkt in den Hof des Leistungszentrums . Das Leistungszentrum Herzogenhorn ist eben nicht nur Leistungszentrum, sondern gleichzeitig eine beliebte Einkehr für alle umliegenden Skifahrer. Gerade jetzt feiert eine kleine Truppe zu Après Ski Musik und Cola Weizen. Da bekomme ich glatt selber Lust auf Skiurlaub. 😉