Verdrehung.

Gesundes neues Jahr Freunde des gepflegten Leistungssports!

Heutiges Thema meines Blogs:

🙌Verdrehungen🙌

Manch einer von euch hat Verdrehungen sicher schon im Training oder Wettkampf kennengelernt.

Egal ob bei Kniebeugen oder Zügen, offensichtlich oder kaum sichtbar. Eines haben allerdings alle gemeinsam, Verdrehungen nerven und sind auf Dauer nicht gut für die Gesundheit. Bei einer Verdrehung wird der Bewegungsapparat nur einseitig bei der Bewegung mit einbezogen, die Folge: Auf Dauer wird diese falsche Bewegung eingespeichert und öffnet der muskulären Disbalance Tür und Tor. Warum muskuläre Disbalancen so uncool für das Liften sind, muss ich nicht weiter thematisieren.

Meine Probleme mit der Verdrehung

Die neue Vorbereitung ist in vollem Gange, die Lasten gewollt gering und die Intensität hoch. Hauptaugenmerk liegt vor allem auf der Technik und der korrekten Ausführung der Übungen. Ähnlich wie zum Ende der letzten Vorbereitung, kämpfe ich nun auch wieder mit meiner Verdrehung zu Beginn des Weghebens im Reißgriff, als auch zum Teil im Umsatzgriff. So kann man von der Seite beobachten wie beim Wegheben die linke Seite mehr vom Körper weggeht als die Rechte, das zieht sich dann weiter bis zur Überstreckung.

Würde man den Strick jetzt weiterspinnen, so würde die Hantel in der Endposition links vorne stehen oder man springt mit dem linken Fuß hinterher, was die Verdrehung letzten Endes gipfeln lassen würde. So oder so, die ungleiche Belastung auf Gelenke und Co. lassen eine Reizung nicht lange auf sich warten. Da besteht also auf jeden Fall Handlungsbedarf😬, dasselbe gilt auch für Kniebeuge!

Lösungsansatz

Das große Problem bei ungleichen Belastungen ist, dass man letzten Endes gar nicht mehr spürt ob man verdreht oder nicht. Deshalb ist ein Trainer oder eine zweite Person extrem wichtig! Der Trainer muss sich bei jeder Verdrehung melden und bis zum Schluss nerven. Je nach „Grad“ der Verdrehung hilft auch ein Spiegel (mein beliebtestes Spielzeug, wenn es um Selbstüberprüfung geht) gerade bei Kniebeugen ist ein Spiegel super zur Kontrolle.👍
Aktuell Überprüfe ich mich selbst mit einer Art Stuhl, dessen Lehne einfach bis zum Boden verlängert wurde und die Sitzfläche Platz für Scheiben bietet, um ihn zu erschweren. Der Gerät wird dann einfach auf die betroffene Seite, direkt vor die Scheiben platziert. Hebe ich nun nach vorne weg, spüre oder höre ich das und habe sofort das Feedback.
Da dieser Stuhl aber eine Spezialanfertigung und sicher nicht günstig war, gibt es noch eine Alternative. Jeder kennt Slalomstangen mit Standfuß! Die stellt man einfach vor die Scheiben und fertig.🙌

„Der Gerät“ könnt ihr euch auch in meinem neuesten YouTube Video genauer anschauen:

 

Ich werde in der nächsten Zeit eine Kraftdiagnostik absolvieren, um genau zu wissen wo meine Disbalancen sind. So kann ich mit gezieltem Krafttraining zukünftigen Disbalancen und den evtl. folgenden Verdrehungen entgegenwirken.

Abschließend

Verdrehungen sind extrem nervig und brauchen lange um wieder ausgebügelt zu werden! Deshalb prüft euch hin und wieder selbst auf eure Bewegungsausführung! (kleine Anmerkung: auch Trainer können von Zeit zu Zeit betriebsblind werden)
Auch wenn es ein langwieriger Prozess ist, es lohnt sich. Eine gesunde Bewegungsausführung macht sich gar nicht so übel im Gewichtheben.😉

Bis bald und eine verdrehungsfreie Vorbereitung!

Euer Max💪